Jagd auf den Steinbock

Die spannende Jagd auf den Steinbock ist seit jeher eine edle und exklusive Passion. Einen reifen Steinbock in einem atemberaubenden Bergpanorama zu schießen, ist wohl der Traum eines jeden Jagdreisenden. Doch das Steinwild ist in schroffen, kargen und oftmals lebensfeindlichen Umgebungen beheimatet, welche vom Auslandsjäger zunächst erobert werden müssen. Oftmals gleicht die Steinbockjagd einer endlosen Tortur, auf der Körperkraft, Ausdauer und Wille geprüft werden. Doch nicht nur die seltene und ansprechende Trophäe lockt den Jagdreisenden – vielmehr ist die Jagd selbst das Attraktive. Hier muss das Stück wahrlich noch erarbeitet beziehungsweise oftmals gerade erpirscht werden. Währenddessen werden Mensch und Material auf einer fesselnden Bergjagd bis aufs Äußerste getestet. In den letzten Jahren haben sich die teilweise gefährdeten Bestände nahezu komplett erholt. Dementsprechend ist eine nachhaltige und gewissenhafte Bejagung des Steinwilds möglich und des Öfteren gerade erwünscht. Die führenden Jagdreisevermittler bieten regelmäßig sensationelle Erfolgsquoten auf, wenn es bei der Jagd auf den Steinbock um kapitale Trophäen geht.  

Unterarten des Steinwilds  

Das Steinwild bietet einige interessante Unterarten auf, die an vielen Orten auf der Welt bejagt werden können. Am bekanntesten ist grundsätzlich der Alpensteinbock, welcher in den europäischen Alpen angesiedelt ist. Auch der Sibirische Steinbock ist vielerorts für herausragende Trophäen bekannt. Allerdings strittig ist, ob der Iberische Steinbock, ausnahmslos in Spanien beheimatet, eine eigene biologische Art aufweist. In der nachfolgenden Liste sind alle weltweiten Steinbockarten aufgelistet:  

  • Alpensteinbock
  • Äthiopischer Steinbock
  • Iberiensteinbock
  • Ostkaukasischer Steinbock
  • Sibirischer Steinbock
  • Syrischer Steinbock
  • Westkaukasischer Steinbock 

Verbreitungsgebiet des Steinwilds  

Da das Steinwild in flächendeckende Unterarten aufgeteilt ist, fällt auch das Verbreitungsgebiet zur Jagd auf den Steinbock extrem großflächig aus. Meist gibt es immer wieder isolierte Populationen, die in einzelnen Gebirgszügen leben. Wie der Name bereits verrät, kommt der Alpensteinbock ausschließlich in den europäischen Alpen vor. Ferner kommt vor allem der Äthiopische Steinbock tatsächlich nur in den Simien-Bergen in Äthiopien vor. Hier hält sich eine geringe Population in einem Nationalpark auf. Der Iberiensteinbock gleicht dem Alpensteinbock stark und ist ausschließlich in den spanischen Gebirgszügen beheimatet, kann hier allerdings sensationell bejagt werden.  

Sonstige Unterarten des Steinwilds  

Weiter im Kaukasus lebt der Ostkaukasische Steinbock, welcher gemeinhin auch als Daghestan-Tur bekannt ist. Nicht zu verwechseln gilt es hier den Westkaukasischen Steinbock, welcher als eigene Unterart gehandelt wird. Dieser – auch Kuban-Tur – genannte Steinbock, scheint sehr eng mit der Bezoarziege verwandt zu sein. Der Syrische Steinbock hingegen kommt flächendeckend auf der Arabischen Halbinsel und Nordafrika vor. Die weithin bekannteste Steinbockunterart ist der Sibirische Steinbock. Diese Steinbockart ist vom südlichen Russland bis hin zur westlichen Mongolei verbreitet. Auch in China gibt es einzelne, teils spektakuläre Populationen.  

Jagd auf den Steinbock – der Lebensraum  

Die größte Schwierigkeit bei der Jagd auf den Steinbock bildet vor allem der Lebensraum des Steinwilds. Das Steinwild ist als Gebirgswild überaus kletterfreudig und lebt ausschließlich in schwindelerregenden Höhenlagen. Im Winter ist das Steinwild öfter in tieferen Lagen anzufinden, denn das Äsungsangebot wird in den höheren Lagen im Winter meist drastisch eingeschränkt. Auch steile Klippen sind für die exzellenten Kletterer kein Hindernis. Wahrlich majestätisch und leichtfüßig meistern diese Ziegenartigen jeden Felsvorsprung. Regelmäßig halten sich die Steinböcke zwischen der Eis- und Waldgrenze auf und besiedeln dabei teilweise Höhen bis zu 3500 Meter. Diese Höhenmeter muss der passionierte Bergjäger zunächst mühsam überwinden, um die Jagdreise mit Erfolg zu krönen.  

Lebensweise des Steinwilds  

Das Steinwild lebt außerhalb der Brunft geschlechtergetrennt. Vor allem in den Bockrudeln werden äußerst intensive Rangkämpfe geführt, die sich maßgeblich auf die strikte Rangordnung auswirken. Das Jungwild, die Geißen und die Kitze bilden eigene Rudel, die sich nur während der Brunft mit den Böcken vermischen. Insgesamt gilt das Steinwild als sehr gesellig. Gebrunftet wird in der Regel im Zeitraum zwischen Dezember und Januar. Während dieser Zeit sind die Böcke intensiv mit den Brunftkämpfen beschäftigt und verteidigen vehement ihr Revier. Auch schwerere Verletzungen sind hier durchaus an der Tagesordnung, denn die Kämpfe finden häufig an steilen Felshängen statt und machen ein Abstürzen nicht unwahrscheinlich.  

Der Alpensteinbock  

Der Alpensteinbock ist ausschließlich im Gebiet der europäischen Alpen verbreitet und trägt daher zurecht seinen Namen. Hier leben etwa 30.000 Stück Steinwild in der Schweiz, wenige andere Populationen auch in Österreich, Frankreich, Italien und Slowenien. Interessanterweise wurden Alpensteinböcke auch erfolgreich in Bulgarien und Argentinien eingebürgert. Aufgrund der positiven Bestandsentwicklung der letzten Jahre, ist eine nachhaltige Bejagung in Europa flächendeckend möglich. In der freien Wildbahn werden die Geißen des Alpensteinwilds bis zu 20 Jahre alt, die Alpensteinböcke hingegen selten über 15 Jahre. Besonders in den Hochlagen der Alpen lässt sich diese Wildart hervorragend bejagen und bietet dem Bergjäger traumhafte Erlebnisse. Auch jagdkulturell hat der Alpenraum einiges zu bieten und fasziniert regelmäßig Jäger aller Welt.  

Jagd auf den Steinbock – der Sibirische Steinbock  

Der Sibirische Steinbock hingegen ist vor allem in Zentralasien beheimatet und verbreitet. Vor allem in Afghanistan gibt es hier sensationelle Bestände, die bis in den Kaschmir reichen. Doch auch die offenen Felsregionen und Gebirge Russlands und der Mongolei sind mit respektablen Beständen gesegnet. An Körpermasse und Wildbretgewicht ist der Sibirische Steinbock der stärkste Vertreter der Steinböcke weltweit. Auch die Trophäe erreicht in der Regel beachtliche Ausmaße mit bis zu 130 Zentimetern. Die meisten kapitalen Sibirischen Steinböcke werden jährlich in der Mongolei erlegt. Hier geht die Jagd auf bis zu 4500 Meter Höhe – der Jagdreisende sollte also schwindelfrei sein.  

Iberischer Steinbock  

Der Iberische Steinbock – auch als spanischer Ibex bekannt – ist, wie der Name ebenfalls verrät, vor allem auf der Iberischen Halbinsel angesiedelt. Von dieser Untergruppe des gemeinen Steinbocks werden ebenfalls die Höhenzüge Spaniens als Lebensraum bevorzugt. Unter den Wissenschaftlern und Gelehrten dieser Welt herrscht allerdings Uneinigkeit über die genaue Einordnung des Iberischen Steinbocks in den Artenkomplex des Steinwilds. Von daher wird auch öfter der Name Wildziege im Zusammenhang mit dem Iberischen Steinbock genutzt. In der Vergangenheit war der Iberische Steinbock zur Jagd auf den Steinbock nahezu ausgerottet. Neuerdings gibt es erfreulicherweise jedoch wieder stabile Bestände, die ebenfalls problemlos bejagt werden können. Auch der Iberische Steinbock weist verschiedene Unterarten auf, welche sich in Lebensweise und Aussehen großflächig unterscheiden. Spannende Steinbockjagden bietet Spanien also allemal.  

Trophäe des Steinbocks  

Gerade der Iberische Steinbock bietet verschiedene Gehörne, die unterschiedlich verlaufen. Der Alpensteinbock und der Sibirische Steinbock hingegen sind im Aussehen auffallend ähnlich. Während der Iberische Steinbock teilweise auffällige Drehungen in der Trophäe aufweist, bieten die anderen Steinbockarten das gewohnte Bild des gebogenen Gehörns. Das Gehörn des Sibirischen Steinbocks erreicht bei der Jagd auf den Steinbock das größte Gehörn. Dahinter reihen sich schließlich der Alpensteinbock und der Iberische Steinbock ein. Doch auch der Bart des Steinbocks ist unter passionierten Steinwildjägern eine beliebte Trophäe. Auch die verschiedenfarbigen Decken bieten hervorragende Gelegenheiten zum Gerben.  

Jagdreise auf den Steinbock  

Die führenden Jagdreisevermittler bieten regelmäßig sensationelle Erfolgsquoten auf, wenn es bei der Jagd auf den Steinbock auf einen reifen Bock geht. Meist führen den Auslandsjäger erfahrene Jagdführer, die gleichzeitig erfahrene Kletterer sind. Dies ist bei der Jagd auf den Steinbock nicht unwichtig, denn es gilt gefährliche Höhen zu erklimmen. Der Lebensraum der Steinböcke umfasst meist felsige Gebiete, die nur schwer erreichbar sind. Das Steinwild äugt und windet ausgezeichnet, dementsprechend bietet es dem Jäger also einen erhöhten Schwierigkeitsgrad bei der Jagd. Zusammengefasst bietet die Steinwildjagd Spannung und einmalige Erlebnisse – natürlich haben diese Erlebnisse auf so eine exklusive Wildart auch ihren Preis.