Jagen in Lettland

Lettland liegt als baltischer Staat geografisch zwischen Litauen und Estland. Im Osten des Landes erstrecken sich die höchsten Erhebungen des Landes mit rund 300 Meter Höhe und etwa 42% des gesamten Landes sind bewaldet. Aus dieser großen Bewaldung folgt auch eine hervorragende jagdliche Infrastruktur und viel Ruhe für die verschiedenen Wildarten. Aufgrund der rauen Winter und dem großen Druck durch Prädatoren wie zum Beispiel dem Wolf, Luchs oder Bären erreichen die Schalenwildarten ein staatliches Lebendgewicht auf die Waage und verblüffen mit kapitalen Trophäen. Viele sumpfige Landschaften bieten hier ferner ein wahres Paradies für das Elchwild und locken jährlich immer mehr Jagdreisende in den europäischen Osten. Auch die Waffeneinfuhr und Abwicklung der Jagdreise ist in Zeiten der Europäischen Union sehr entspannt und bietet viele Vorteile.  

Lettlands bejagbare Wildarten  

Wie so oft im osteuropäischen Ausland verfügt Lettland über große Bestände an verschiedenen Raubwildarten. Größtenteils sind diese auch nachhaltig bejagbar. Auch das bekannte und eher unbekanntere Schalenwild ist zahlreich vertreten. Doch auch kleinere Wildarten, wie zum Beispiel der Biber locken viele niederwildpassionierte Jäger jährlich auf eine Jagdreise nach Lettland. Nachfolgend nur einige der bejagbaren Wildarten in Lettland:  

  • Auerwild
  • Biber
  • Birkwild
  • Damwild
  • Elchwild
  • Luchs
  • Rehwild
  • Rotwild
  • Schwarzwild
  • Wolf 

Elchjagd in Lettland  

Der Elch ist in Lettland ab dem 01.09. bejagbar. Dementsprechend lohnt sich eine Jagdreise nach Lettland vor allem im Herbst. Ob Sie den Elch nun über den Einzelansitz oder auf der Drückjagd bejagen – kapitale Elchtrophäen sind in Lettland durchaus an der Tagesordnung. Gerade die weitläufigen Sumpfgebiete sind das optimale Einstandsgebiet für das mächtige Schalenwild. Oft sind die Elche in Lettland nachtaktiv und verwehren daher ein einwandfreies ansprechen. Nicht selten werden deswegen Gesellschaftsjagden veranstaltet, bei denen der Elch in einem geringen Tempo aus seinem Einstand herausgedrückt wird. Die lettischen Jäger und die Treiberwehr sind oft sehr erfahren in diesem Vorgehen und es gibt daher eine nicht geringe Erfolgsquote auf einen kapitalen Elchbullen. Doch auch die Elchbrunft ist ein einmaliges Erlebnis, welches sich der passionierte Jagdreisende nicht entgehen lassen sollte. Die Brunft währt jedoch zeitlich nur sehr kurz, daher ist eine langfristige Planung durchaus sinnvoll.  

Drückjagd in Lettland

Drückjagdtechnisch bietet Lettland viele Jagdmöglichkeiten für den Jagdurlaub des Auslandsjägers. Oft umfassen die Reviere riesige Flächen und es sind an einem Tag mehrere kurze Treiben üblich, in denen vielversprechende Dickungen durchgedrückt werden. Diese Drückjagden gelten grundsätzlich allem bejagbaren Wild, im speziellen jedoch dem Elchwild, dem Schwarzwild und dem Rotwild. Gerade das Elchwild verursacht oft enorme Schälschäden und es wird in Lettland gerne gesehen, wenn ein ausländischer Jagdgast einen reifen Elch streckt. Doch auch der Wolf oder der Luchs werden zielgerichtet auf der Drückjagd bejagt. Die Erfolgsquoten beim größeren Raubwild sind jedoch, wie eigentlich immer, durchaus geringer anzusiedeln, als auf Schalenwild. Oft werden in Lettland auf der Drückjagd auch Hunde genutzt.  

Wolfsjagd in Lettland  

In Lettland ist die Wolfsjagd legal möglich, da Lettland das Artenschutzabkommen der EU nicht unterzeichnet hat. Üblicherweise werden die Wölfe mittels Wolfsbestätigern bejagt, welche an bestimmten Orten das Wolfsgeheul imitieren, um mit den Rudeln Kontakt aufzunehmen. Sobald ein Rudel aus einer bestimmten Richtung auf den Ruf reagiert, wird das entsprechende Gebiet eingegrenzt und spontan durchgedrückt. Das Wolfsbestätigen ist durchaus erfolgsversprechend und ermöglicht dem Jagdreisenden eine reelle Chance bei der Wolfsjagd in Lettland.  

Bockjagd in Lettland  

Gerade der osteuropäische Raum ist für seine kapitalen Rehgehörne bekannt. Hier bildet Lettland keine Ausnahme, denn auch hier sind die Gehörne weitaus interessanter und kapitaler als in Deutschland. Als Bockland ist Lettland noch weithin unbekannt. Dies eröffnet jedoch gute Jagdmöglichkeiten auf reife Böcke für Jäger, die die Chance wahrnehmen möchten. Regelmäßige Gehörngewichte liegen hier zwischen 350 und 450 Gramm und auch Trophäen über 500 Gramm sind durchaus realistisch. Gerade preislich ist Lettland im Rahmen der Bockjagd noch weit unter den Preisregionen von Ungarn, Polen oder Rumänien angesiedelt und lockt so den ein oder anderen Auslandsjäger zur Rehwildjagd nach Lettland. Üblicherweise wird auf die Rehböcke im Sommer gepirscht, auch die Blattzeit kann hier ein wunderbares Jagderlebnis werden.  

Lettlands Jagdarten  

Die Jagd in Lettland wird größtenteils im Rahmen der Pirsch ausgeübt. Aufgrund der flächenmäßig großen Ausdehnungen der Reviere ist es quasi nicht möglich, ein Revier „leer zu pirschen“. Auf der Pirsch können auf den Wiesen durchaus kapitale Keiler und Böcke gestreckt werden. In den sumpfigeren und moorigen Regionen bietet sich eine Pirsch mit einem erfahrenen Pirschführer durchaus an, denn die Bejagung des Elchwildes ist nicht unbedingt einfach mittels der Pirsch. Hier ist eine gewisse Erfahrung nötig, die die Letten auf jeden Fall besitzen. Alles Wild lässt sich natürlich auch über den Ansitz bejagen. Aufgrund der großen Flächen stehen jedoch nur wenige Hochsitze in den Revieren und diese werden meist nur aus dem Material zusammengebaut, welches sich vor Ort finden lässt. Alles in allem ist eine Jagdreise nach Lettland zweifellos ein großes Abenteuer und verspricht Spannung und hochwertige Trophäen.  

Reviere zur Jagdreise nach Lettland  

Für Lettland als Jagdreiseziel spricht vor allem die perfekte Organisation vor Ort, der hohe und kapitale Wildbestand sowie die außergewöhnlich gute Gastfreundschaft der Einheimischen. In vielen alten Forsthäusern wird dem Auslandsjäger eine robuste, aber romantische und schöne Unterkunft geboten. Ob auf der westlichen Halbinsel Kurland, in dem großen Teicul-Sumpf oder in den Höhen der östlichen Bergketten – Lettland bietet reviertechnisch einiges auf der Jagdreise. Von den endlosen und ruhigen Stränden der Ostsee bis hin zu mythischen Sümpfen, in denen das Elchwild beheimatet ist, finden sie alles in Lettland. Gerade durch die abwechslungsreiche Landschaft bietet sich ein Jagdurlaub in Lettland auch gerade mit der Familie an. Sonstige Aktivitäten neben der Jagd gibt es hier zahlreiche, wie zum Beispiel Angeln oder auch Skilanglauf. Daneben lockt auch die Hauptstadt Lettlands, Riga, mit Kultur und interessanten Sehenswürdigkeiten.  

Jagdreise nach Lettland – die Preise  

Gerade durch die günstige Erreichbarkeit von Lettland gestaltet sich ein Jagdurlaub in Lettland insgesamt eher günstig. Am besten und kostengünstigsten erreicht der Jagdreisende Lettland per Fähre, direkt mit dem Auto oder per Flugzeug. Alle Möglichkeiten haben ihre Vor- und Nachteile und sollten im Vorfeld abgewogen werden. Auch die Trophäen- und Abschusspreise sind in Lettland im Vergleich zum osteuropäischen Ausland angenehm niedrig. So ist es durchaus möglich, einen kapitalen Elchbullen für eine geringe Gebühr zu strecken. Diese Preise variieren natürlich je nach Region und Wildbestand.