Jagen in Slowenien

Die Jagd in Slowenien fasziniert den Jagdreisenden vor allem mit sensationellen Gamsbeständen. Doch in der malerischen Alpenkulisse, die sich nahezu durch das gesamte Land zieht können auch viele andere Wildarten bejagt werden. Slowenien liegt geografisch süd-östlich von Deutschland, eingerahmt durch die europäischen Länder Italien, Österreich, Kroatien und Ungarn. Das kleine Land Slowenien beherbergt auf 20.273 Quadratkilometern rund zwei Millionen Einwohner. Bereits mehr als die Hälfte der Landfläche Sloweniens ist mit Wald bedeckt – beste Voraussetzungen also für eine natürliche und facettenreiche Wildnis. Vor allem im Nordwesten beeindruckenden den Auslandsjäger die mächtigen Alpenzüge, in denen zahlreiche Jagdreisen stattfinden. Weiter südlich nehmen die Gebirgszüge kontinuierlich ab und wandeln sich in eine Mittelgebirgslandschaft. Auch an Küste fehlt es Slowenien nicht, der direkte Zugang zur Adria-Küste bietet zahlreichen Urlaubern eine hervorragende Abwechslung zur anstrengenden Gamspirsch. Das Jagen in Slowenien bietet also auch die Grundlage für einen hervorragenden Familienurlaub.  

Bejagbare Wildarten in Slowenien  

Bei der fesselnden Alpenkulisse sind natürlich die legendären Gamsbestände das non-plus-ultra der Jagd in Slowenien. Wie so oft in Europa, ist auch hier das Rehwild heimisch. Auch die Gehörngewichte des Rehwilds sind hier nicht zu unterschätzen – gibt es doch eine genetische Nähe zu den legendären ungarischen Kapitalböcken. Auch eine solche Jagd bietet im Hintergrund der malerischen Alpen reichlich Freude für den passionierten Bockjäger. Nicht zu unterschlagen ist auch das Rotwild, welches ebenfalls meist in Ost-Slowenien, im Grenzgebiet zu Ungarn bejagt wird. Jährlich fallen hier ca. 1.000 Rothirsche, welche oftmals beachtliche Trophäen ausbilden. Auch das Schwarzwild ist flächendeckend vorhanden und wird, wie so oft aufgrund der landwirtschaftlichen Schäden, scharf bejagt. Geringe Bestände an Damwild und Muffelwild kann Slowenien ebenfalls aufbieten. Hart umkämpft sind meist die wenigen Braunbärlizenzen, die jährlich von den Ministerien herausgegeben werden. Hier brauch der Jagdreisende die nötigen finanziellen Mittel und einiges an Glück. Ebenso bietet Slowenien hervorragende Flugwildjagden für die begeisterten Flintenschützen.  

Gamsjagd in Slowenien  

Wer bereits in anderen Teilen Europas auf das Gamswild gejagt hat, weiß, welche Faszination von dieser Wildart ausgeht. Auch in Slowenien muss sich der Jagdreisende den Erfolg auf der Gamsjagd wahrlich erarbeiten. Wie auch die slowenische Landschaft bereits andeutet, finden sich die besten Gamsreviere Sloweniens im Norden. Durch beste und professionelle Revierbewirtschaftung und Wildhege werden hier sensationelle Trophäen erbeutet. Doch gerade hier sind die Berghänge oftmals felsig und kantig. Eine gewisses Fitnesslevel wird also von einem pirschenden Auslandsjäger erwartet, sofern gebucht. Zu bestimmten Jahreszeiten kann jedoch auch ein Ansitz an den Schlüsselwechseln des Wildes stattfinden. Das Highlight der jährlichen Gamssaison ist natürlich die Brunft. Dieses einzigartige Schauspiel ist gerade im dünn besiedelten und abgelegenen Slowenien etwas ganz besonderes. Um einen kapitalen Gamsbock zu strecken brauch es allerdings auch einige Tage Zeit. Schwächere Stücke können ohne große Umstände gestreckt und damit fast garantiert werden. So oder so – ein Waidmannsheil auf der Gamsjagd in Slowenien ist ihnen fast sicher.  

Jagen in Slowenien – die Reviere  

Wie in Osteuropa üblich, sind die Reviere in entsprechende Jagdklubs aufgeteilt, welche auch den Großteil der jährlichen Abschüsse organisieren und durchführen. Diese Jagdklubs geben ihre Lizenzen in den meisten Fällen nicht an Auslandsjäger weiter. Insofern finden also die meisten Jagdreisen in den staatlichen Revieren statt, die nicht schlechter sind. Hier sind Reviergrößen zwischen 10.000 und 40.000 Hektar üblich und bieten reichlich Fläche für eine nachhaltige Bewirtschaftung und Hege. Im Wesentlichen gibt es drei Hauptstaatsreviere in denen die qualitativ besten Jagdreisen für zum Beispiel Gamswild angeboten werden:  

  • Prodi-Razor
  • Kozorog Kamnik
  • Pohorje 

Jagdreise nach Slowenien  

Doch nicht nur die Berglandschaft lässt sich in Slowenien bewundern. Auch in den ausgedehnten Tälern, in denen die Auenlandschaft schon fast wucherartig wächst und blüht, warten auf den Jagdreisenden Auslandsjagden der Extraklasse. Nicht zu unterschätzen ist in Slowenien das Rahmenprogramm rund um die gelungene Jagdreise. Hier gibt es sensationelle Kulturlandschaften, Burgen und Berggüter zu entdecken. Gerade der malerische Berg Triglav, mit immerhin 2.864 Metern Höhe oder die zahlreichen Seen bieten eine wunderschöne Landschaft, die in Europa fast einmalig ist. Auch die Strände der Adria-Küste laden zum Baden ein und machen die Jagdreise zu einem vielschichtigen Erlebnis für die ganze Familie. Die Hauptstadt Sloweniens, Ljubljana, bietet ebenfalls einiges an Kultur und liegt praktisch inmitten des Landes. Die nordöstliche Grenze Sloweniens Richtung Ungarn bietet bereits ungarische Verhältnisse, dennoch immer noch in einer Preisklasse niedriger. Das Jagen in Slowenien kann sich also nur lohnen – traumhafte Landschaften und moderate Preise in einer einzigartigen Kombination.  

Anreise und Unterkunft  

Viele deutsche Jagdreisende fahren kurzerhand mit dem Auto nach Slowenien. Dies ist auch gut nachvollziehbar, liegt das Land doch direkt hinter der österreichischen Grenze. Je nach dem, aus welchem Teil Deutschlands sie anreisen, geht es möglicherweise über Tschechien. In jedem Falle ist die Anreise nach Slowenien aus Nordwesten immer eine schöne Angelegenheit. Hier geht es durch grüne Täler und an steilen Felsklippen vorbei – ein echtes Highlight für Flachlandjäger. Wenn es dann noch einer reifen Gams gilt, ist die Vorfreude eigentlich nicht mehr zu bremsen. Doch auch für die schnelleren Jagdgäste gibt es in Slowenien genug Flughäfen, die sie gerne einreisen lassen. Die Unterkünfte sind beim Jagen in Slowenien üblicherweise ältere Forstämter oder nette Jagdhütten, im Alpenstil. Hier eine unpassende Übernachtungsmöglichkeit zu erwischen, ist nahezu unmöglich. Auch die Gastfreundlichkeit der Slowenen ist unübertroffen. Für Gemütlichkeit sorgen dann deftige Speisen und warme Öfen. Kommuniziert wird in der Regel über Hände und Füße. Englisch ist teils verbreitet, teils auch nicht. Einige Jagdführer können auch bruchteilhaft Deutsch sprechen.  

Jagen in Slowenien – die richtige Ausrüstung  

Außer bei der Bergjagd unterscheidet sich die Ausrüstung nicht großartig von der, die Sie in Ihren heimischen Revieren verwenden. Je nach Wildart sollte eine angepasste Kaliberart gewählt werden, die möglichst einen Ausschuss und ausreichend Schweiß verursacht. Dies ist jedoch auf jeder Jagdreise empfehlenswert. Doch gerade die Bergjagd erfordert meist besonderes Equipment. Wichtig sind eingelaufene Wanderstiefel, leichtes Gepäck und vor allem leichte Ausrüstung, wie zum Beispiel Büchse oder Fernglas. Das Kaliber sollte klein, aber rasant sein, denn hier geht es meist auf große Entfernungen. Alles in allem wird Sie hier jedoch ein kompetenter und professioneller Jagdreiseveranstalter entsprechend beraten und Ihnen bei der Ausrüstungsauswahl zur Seite stehen. Sofern dies beachtet wird, steht dem Jagen in Slowenien und dem Waidmannsheil wohl nichts mehr im Wege.